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KAKUAKMO — The Academy of the New Modern

Bernhard Karlowitz studierte Freie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Als Student war er Teil der akademischen Idee einer »Neuen Malerei« in der Klasse Professor Rolf Lobecks. Das Lobeck-Konzept der Malerei als Kunst zwischen Informell und Figuration in der Kasseler Klasse für »Neue Malerei (+Medien)« des ausgehenden 20. Jahrhunderts kann im europäischen Kontext als nischenakademische Gegenposition zum Konzeptionalismus der Epoche bezeichnet werden. Bernhard Karlowitz ist einer der wenigen Maler, die das Konzept des Informell so konsequent in die klassischen Sujets der Kunst weiterentwickelt haben.
Die malerische Konsequenz, die sich so im Gesamtwerk über 30 Jahre dokumentiert, falsifiziert materiell die zeitgenössische These, daß die Malerei nach dem Konzeptualismus keine gültigen und autonomen Antworten mehr geben könne.
Eine künstlerische Position zu besetzen, ist eine theoretische Entscheidung — sie über Jahrzehnte in ihrer Konsequenz gegen den Strom zu erstreiten, führt zu jener künstlerischen Reife, aus welcher heraus im Jahr 2021 die Gründung der KAKUAKMO als Künstlerschule der Neuen Moderne resultierte.
Die vier Eckpfeiler der KAKUAKMO
Die Wiederentdeckung der Tradition der Werkstattausbildung. Sie fundiert auf der spezialisierten Kunstpraxis des lehrenden Künstlers, der eine individuelle und spezialisierte, eigene Form der Kunst als Haltung und als Technik lehrt. Die akademische Lehre ist unikatär, spezifisch und institutionell unabhängig
Kunst lernen bedeutet, die Wahrnehmungsschule als Ganzes zu begreifen und die Techniken der Kunst zur Äußerungsform zu perfektionieren. Kunst bedeutet nicht, eine schöne Idee auszuarbeiten und Technik dazu zu mißbrauchen.
Akademisches Lernen bezieht die antike Philosophie mit ein, wonach das Ziel der Bildung die Wahrnehmung des Selbst, der Welt und der Gesellschaft ist. Die antike Diskussion der Lehre des Schönen und der Visualisierung von Poesie setzt individuelle Charakterbildung voraus. Kunst entsteht aus der Haltung des Künstlers.
Die Moderne bricht die Kunst aus der Dienstleistung und verlangt vom Künstler, eine eigene, authentische Position aufzufinden und auszudrücken. Kopismus, serieller Ästhetizismus und die Visualisierung von Slogans sind demnach keine Kunst.
Der Maler Bernhard Karlowitz erläutert den Lehransatz für seine Künstlerschule der Neuen Moderne.
Wie wird das Konzept der Idee des Akademischen zum Fundament der Künstlerschule für die Neue Moderne? Bernhard Karlowitz erläutert es in wenigen und präzisen Worten im Beitrag unten:
Die Schule der Persönlichkeit und Wahrnehmung — Platonische Bildungsphilosophie als Fundament des Künstlertums
In seiner Spezialisierung definiert Bernhard Karlowitz eine Einzelposition:
der im Erbe Hans Platscheks die Figuration als im Kunstakt autonom entstehendes Objekt im Kontext des Bildraumes begreift.
in der Kasseler Klasse »Neue Malerei (+Medien) von Prof. Rolf Lobeck«.
der das Erdfarbregister der Antike erarbeitete und in großformatigen Portraits und Figurationen zeigte.
der in Echtzeitsitzungen das klassische Portrait als Symbol einer Neuen Moderne weiterentwickelt.
Die antike, wissenschaftliche Ur-Praxis der
das Erfassen, Begreifen und Charakterisieren des inneren Wesens rein über die visuelle Beobachtung — ist für die modernen Wissenschaften überwunden; für den echt-malenden Künstler bleibt sie die fundamentale Hauptuntersuchung des Gegenübers.
Als
der die Zeichnung in der Tradition Cézannes in den verbindlichen Dienst der Malerei stellt. Die Zeichnung ist dabei »klassisch verankert« in der hohen Tradition der großen Erzähltradition der Kunst, sie wird jedoch zum seismographischen Medium der observatorischen Künstlerauffassung im Akt der Gestaltung.
Als
der die Sehschule, Proportion und Vermessung der Figur und des Raumes akademisch punktgenau bei seinen Schülern korrigiert. Die monolineare Zeichnung, in welcher Vermessung akkurat gesetzt wird, ist Ausgangspunkt für das Training der Sensibilisierung des Zeichners.
der im Sinne einer phänomenologischen Kunstbetrachtung die erfahrbare Perspektive des Malers in der freien Natur der rein mathematischen Konstruktion der grafischen Perspektivlehre diskursiv entgegenstellt.
Die Perspektive wird hierbei nicht am Reißbrett konstruiert, sondern im unmittelbaren Akt der Echt-Observation des Raumes und des Lichts mit dem Auge vermessen.
Bernhard Karlowitz ist einer der wenigen Freien Bildenden Künstler, die die Kunst gleichermaßen theoretisieren, kommunizieren und zeigen können.
Im Unterschied zu einer rein didaktisch-theoretischen Lehre des Bildungsbetriebs resultiert die Theorie des lehrenden Künstlers aus der praktischen Anwendung des Materials und der gestaltenden Hände. Diese Theorie ist keinem abstrakten Lehrbuch, sondern dem konkreten Problem verpflichtet, das im Malakt auf der Leinwand entsteht. Sie ist die Entmystifizierung der Theorie: Sie mündet direkt in der physischen Anweisung, wie die Hand das Material führt, um Authentizität materiell zu erarbeiten, statt sie nur konzeptionell zu behaupten.
Der Künstler begann nach zehn Jahren freier Ausübung des Künstlertums das Studium antiker Philosophie und reflektierte die Themenwelten seiner Kunst, die technische Dimension der Malerei und des Zeichnens in anspruchsvollen Hochschul-Vorlesungstexten, Arbeitsprotokollen und Essays. Eine Auswahl von Essays von Karlowitz findet sich auf dieser Webseite und im bernh-art Blog veröffentlicht.
Schüler an der Künstlerschule der Neuen Moderne belegen die »Meisterklasse Zeichnen« oder die »Meisterklasse Malerei«. Alle sujetspezifischen Professionalisierungen wie »Landschaft«, »Portrait«, »Freies Zeichnen« oder »Figuration« resultieren zwingend aus diesen beiden Basisstudiengängen. Sie sind das Fundament jener Einheit, von der das Eingangszitat dieser Schule zeugt:
Bernhard Karlowitz
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